Rutschfestklassen: Trittfest im Barfußbereich

 

Jährlich verletzten sich rund 250.000 Bundesbürger durch einen Unfall im Badezimmer. Zu den häufigsten Unfallarten zählen Ausrutschen in Dusche und Badewanne oder auf glatten, feuchten Fliesen. Aus diesem Grund müssen Fußbodenbeläge eine zweckmäßige Rutsch- und Trittsicherheit

vorweisen. Bei einschlägig stark beanspruchten und belasteten Flächen besteht eine besondere Unfallgefahr. Die Nutzungssicherheit muss durch besondere gesetzliche Normen und Vorschriften gewährleistet werden.

 

Was sagt die Rutschfestklasse aus?

Die Rutschfestklassen stellen die Bewertungsgruppen der Rutschgefahr dar und geben den Grad der Rutschhemmung an. Dazu werden in einem Test auf einer schiefen Ebene Neigungswinkel festgelegt. Der Neigungswinkel gibt an, bei welchem Grad des Gefälles der Untergrund trittsicher sein muss.

Eine Testperson bewegt sich auf einer Fläche, unter Hinzufügung von Gleitmitteln, mit einem besonderen Prüfschuh mit profilierter Sohle. Die gemessenen Neigungswinkel bilden die Grundlage für eine Einstufung in die R-Gruppen. Dabei bestimmt die unterste Rutschklasse die geringste und die oberste Klasse die höchste Unfallgefahr.

 

Das sind die Rutschhemmungsklassen

Die folgende Rutschhemmungsklassen wurden nach DIN 51130 bestimmt: R9, R10, R11, R12, R13.

R9 – Rutschhemmungsklasse R9 – unterste Klasse, mit dem geringsten Haftreibwert

R10 – Rutschhemmungsklasse R10 – zweitunterste Klasse mit einem normalen Haftreibwert

R11 – Rutschhemmungsklasse R11 – mittlere Klasse mit einem erhöhten Haftreibwert

R12 – Rutschhemmungsklasse R12 – zweithöchste Klasse mit einem großen Haftreibwert

R13 – Rutschhemmungsklasse R13 – höchste Klasse mit einem sehr großen Haftreibwert

 

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