Handgeformte Lehmfliesen – Ideal für Fußboden- und Wandheizungen

 

 

Fußbodenheizungen sind wegen ihrer Effizienz zum Standard geworden und werden nicht nur bei Neubauten, sondern auch gern bei der Sanierung älterer Gebäude verwendet. Terracottafliesen bilden aufgrund ihrer natürlichen Eigenschaften die ideale Ergänzung, denn sie können Wärme hervorragend regulieren und speichern.

Das heißt, sie sind bereits nach wenigen Minuten vollständig erwärmt, leisten aber über Tage ihren Beitrage zu einer höheren Raumtemperatur – egal ob Niedertemperatur-Warmwassersystem oder elektrische Direktheizung.

 


 

So verlegen Sie Terracottafliesen auf einer Fußbodenheizung

 

Schritt 1

Fliesenkleber und Fugenmörtel wählen

Da Sie bereits Ihre ideale Fliese gefunden haben, müssen Sie nur noch Fliesenkleber und Fugenmörtel wählen. Beide sollten elastisch und flexibel sein, denn bei wechselnden Temperaturen dürfen sie nicht rissig oder spröde werden. 


Schritt 2

Dehnungsfuge einsetzen

Dehnungsfugen sind für das Verlegen von Fliesen auf einer Fußbodenheizung unerlässlich, denn nur so kann die Arbeit des Materials, durch jahreszeitlich bedingte Temperaturen-Schwankungen, kompensiert werden. In der Regel sollte ein Spiel von mindestens einem halb Zentimeter gewährleistet sein.

Hat der Estrich eine Dehnungsfuge, braucht sie der Fliesenbelag auch – an der selben Position. Ab einer Fläche von 36 Quadratmetern muss eine zusätzliche Dehnungsfuge eingebaut werden. 


Schritt 3

Randdämmstreifen

Die Randdämmstreifen grenzen an alle Elemente der Fußbodenkonstruktion und übernehmen dort die Funktion von Dehnungsfugen. Gleichzeitig verhindern sie während der Verlegearbeiten, dass Kleber oder Fugenmasse eindringen können. So wird der Belag nicht eingespannt, kann sich gewissermaßen frei bewegen.

Die Randdämmstreifen werden erst abgeschnitten, nachdem die Terracottafliesen verlegt und verfugt sind. Sie werden dann einfach mit einem Messer bündig zur Fliesenoberfläche abgeschnitten. Achten Sie darauf, alle an die Fußbodenkonstruktion angrenzenden Elemente, wie etwa Türdurchgänge und Türzargen, vor Einbau der Dämmschichten anzubringen.


Schritt 4

Estrich auf die Heizrohre auftragen

Nach Verlegung der Heizrohre wird der Estrich aufgetragen und sorgfältig verteilt, um die Entstehung von Hohlräumen zu verhindern. Denn diese könnte die Wärmeleitung mindern oder sogar Risse verursachen. Die Schicht von mindestens 45 mm Stärke muss mit Betonstahlmatten oder Baustahlgittern versehen werden. Nach dem Auftragen wird der Estrich abgezogen und geglättet.


Schritt 5

Heizungstest und Estrichbelastung

Mit dem Fliesen kann erst begonnen werden, wenn der Estrich vollständig getrocknet und auf seine Wärmereaktion getestet worden ist. Dies kann in Abhängigkeit zum Material unterschiedlich lange dauern kann, teilweise bis zu drei Wochen.

Nach der Trocknung wird die Reaktion des Estrichs auf Wärme getestet, das heißt, die Heizung wird hochgefahren und über Tage in verschiedenen Temperaturstufen gehalten. Die Ergebnisse werden in einem Aufheiz-Protokoll notierten. Mit diesem Ablauf stellen Sie sicher, dass im Estrich keine Spannungsrisse entstehen.

Jetzt können Sie bei ausgestellter Fußbodenheizung mit dem Verlegen beginnen, denn eine Erwärmung des Bodens würde den Fliesenkleber gewissermaßen verbrennen, die Fliesen würden sich vom Untergrund lösen.


Schritt 6

Inbetriebnahme der Heizung

Nach Abschluss aller Verlegearbeiten sollten Sie noch etwa vier Wochen warten, bis Sie die Fußbodenheizung langsam in Betrieb nehmen. Starten Sie bei 20 Grad und erhöhen Sie die Temperatur stufenweise in kleinen Schritten.

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